BAT´s für biologische Abfallbehandlungsanlagen

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Für biologische Abfallbehandlungsanlagen mit Ablufterfassung und –reinigung ist im BREF-WT die Anwendung einer Adsorption, eines Biofilter, eines Gewebefilters, eines Wäschers oder einer thermischen Oxidation vorgesehen (BAT 32). Biofilter sind in Österreich bei geschlossenen Kompostanlagen und MBA´s üblich, zum Teil ergänzt um Gewebefilter und Wäscher.

Bei den einzuhaltenden Abluftparametern für alle biologischen Anlagen ist H2S weggefallen, NH3 geblieben und Geruch hinzugekommen. Die Emissionsbereiche liegen für NH3 bei 0,3 – 20 mg/Nm³ und für Geruch bei 200 – 1.000 GE/m³.

Bei den Kompostanlagen mit Ablufterfassung und –reinigung wird in Österreich immer der Geruch, oft auch NH3 überwacht. Es wird daher zu keinen wesentlichen Änderungen kommen. Die Werte für NH3 und Geruch sind einhaltbar.

Für MBA´s sind die zusätzlichen Abluftparameter Staub und TVOC vorgesehen. Die Emissionsbereiche liegen für Staub bei 2 – 5 mg/Nm³ und für TVOC bei 5 – 40 mg/Nm³. Bei den MBA´s in Österreich ist es üblich, dass die genannten Abluftinhaltsstoffe Geruch, NH3, Staub und organ. C überwacht werden. Das ursprünglich vorgesehene, in Österreich gänzlich unübliche H2S wurde gegenüber dem Erstentwurf wieder gestrichen. Die vorgeschlagenen Emissionsbereiche für Geruch, NH3 und Staub entsprechen in der Größenordnung den österreichischen Vorgaben und werden in der Praxis auch eingehalten.

Die größte Herausforderung stellt nach wie vor der Emissionsbereich für TVOC mit 5 – 40 mg/Nm³ dar. Gegenüber dem Erstentwurf mit 5 – 15 mg/Nm³ hat es eine Veränderung im Sinne der österreichischen Betreiber gegeben. Aufgrund vorhandener Messergebnisse bei unseren Anlagen ist aber klar, dass ein oberer Wert von 40 mg/Nm³ mit den in Österreich vorhandenen Abluftreinigungseinrichtungen im Regelbetrieb nicht immer eingehalten werden kann. Gesichert einhaltbar ist dieser Wert nur mit einer thermischen Abluftreinigung, die aber unverhältnismäßig hohe Investitions- und Betriebskosten verursacht und auch ökologische Nachteile bringt (Verbrauch fossiler Brennstoffe, CO2-Emissionen, NOx-Emissionen). Österreich hat daher immer gefordert, den Emissionsbereich auf 5 – 50 mg/Nm³ auszuweiten.

Mr. Karl Harather


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