Ein weiterer Schritt zur „Circular Economy“

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Überschaubare Kosten, kurze Umbauzeit, hohe Wertstoffqualität – mit dem Einbau einer NE-Metallabscheidung in der mechanischen Aufbereitungsanlage im Recycling Zentrum Ahrental konnten diese Ergebnisse erzielt werden. Das Praxisbeispiel unterstreicht einmal mehr, dass sich Aufbereitungsschritte zur Abtrennung stofflich verwertbarer Abfallanteile lohnen können. Erwünschter Nebeneffekt: Ein Schritt in Richtung „Circular Economy“. Die nächsten Schritte sind schon in Vorbereitung, die Potentiale an stofflich zu verwertenden Kunststoffen sind vielversprechend.

Das Recycling Zentrum Ahrental wird von der Abfallbehandlung Ahrental GmbH betrieben. Die Aufbereitungsanlage für Siedlungsabfälle hat einen Jahresdurchsatz von 75.000 t im Sortierprozess. In der Anlage werden thermisch zu verwertende Fraktionen mit unterschiedlichen Heizwerten produziert (Niederkalorik < 40 mm, 2D- und 3D-Fraktion).

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben wurde die IUT 2015 mit der Untersuchung der einzelnen Outputströme beauftragt. In der Niederkalorik wurde an Hand einer ersten visuellen Beurteilung ein Potential an NE-Metallen festgestellt. Um die Ergebnisse zu vertiefen, wurde ein Aufbereitungsversuch mit einem mobilen Metallabscheider mit anschließender Sortieranalyse zur qualitativen und quantitativen Beurteilung der Wertstoffe durchgeführt. In einer anschließenden Machbarkeitsanalyse wurden sowohl die technische Umsetzbarkeit der weiteren Metallabtrennung als auch die Wirtschaftlichkeit bestätigt.

Im Zuge der Detailplanung konnten die Umbaumaßnahmen zum Einbau des Wirbelstromabscheiders soweit optimiert werden, dass lediglich ein Förderband gekürzt werden musste. Alle anderen Aggregate blieben unverändert. Dieser kleine Eingriff wurde in einer kurzen Umbauphase von nur 2 Wochen im Juni 2016 vorgenommen. Die Umbaukosten wurden dadurch ebenfalls minimiert.

Die Metallfraktion aus diesem Stoffstrom < 40 mm hat einen hohen Reinheitsgrad. Durch die Getrennthaltung von den Metallen aus dem Abfall > 40 mm werden höhere Verwertungserlöse erzielt.

Vergleichsweise geringe Umbaukosten, kurze Stillstandszeit, hohe Wertstoffqualität, damit rechnet sich der Umbau auch bei den jetzigen tiefen Altmetallpreisen in 2-3 Jahren, bei steigenden Preisen schon früher.

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne unter 0664 / 52 02 706 zur Verfügung.

Mr. Michael Pinkel


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