Achtung beim Ankauf mobiler Geräte

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Sie müssen ein mobiles Gerät ersetzen oder brauchen eine zusätzliche Maschine und wollen dafür ein gebrauchtes Mobilgerät anschaffen ? Dann prüfen Sie, ob die Emissionen des Diesel-Motors dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Anderenfalls kann es sein, dass Sie für den Betrieb dieser Maschine keinen Konsens mehr erhalten. Sogar bei Neugeräten ist diese Prüfung nötig, da die rechtlich ordnungsgemäße Inverkehrbringung durch den Hersteller noch nicht automatisch bedeutet, dass Sie für dieses Gerät eine Genehmigung zum Betrieb erhalten.

Bei Genehmigungsverfahren für eine Betriebsanlage ist der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltende Stand der Technik einzuhalten. Für die Emissionen von Verbrennungsmotoren mobiler Geräte ist der Stand der Technik in der MOT-V (Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Emission von gasförmigen Schadstoffen und luftverunreinigenden Partikeln aus Verbrennungsmotoren für mobile Maschinen und Geräte) festgelegt. Die MOT-V definiert die Emissionsnormen und Typengenehmigungsverfahren für Motoren zum Einbau in mobilen Geräten. Die MOT-V wurde 2005 erlassen und sieht eine stufenweise Verringerung der zulässigen Emissionen von der Stufe I bis zur Stufe IV vor. Ab 2015 gelten als Stand der Technik für Dieselmotoren mit einer Leistung von mehr als 56 kW die strengen Anforderungen der Stufe IV.

Für Geräte, die in früheren Jahren in Verkehr gesetzt wurden, galten weniger strenge Abgasvorschriften. Wurde der Einsatz dieser Geräte in einem Genehmigungsverfahren für eine Betriebsanlage beantragt, konnten sie genehmigt werden, da sie ja dem damaligen Stand der Technik entsprochen haben. Diese Maschinen können auch heute noch betrieben werden. Wenn der Einsatz dieser „älteren“, gebrauchten Geräte aber erst jetzt in einem Genehmigungsverfahren beantragt wird, gelten die aktuellen strengen Abgasvorschriften. Diese werden von den älteren Geräten in der Regel nicht erfüllt und daher ist keine Genehmigungsfähigkeit gegeben. Wenn Sie als Betriebsinhaber ein gebrauchtes mobiles Gerät anschaffen wollen, prüfen Sie also, ob es den aktuellen Genehmigungsvorgaben entspricht.

Selbst bei Neugeräten ist diese Prüfung nötig. Für die Inverkehrbringung von Diesel-Motoren gelten Übergangsregelungen. Diese erlauben es den Herstellern Motoren, welche während der Gültigkeit einer Emissionsstufe gebaut wurden, auch noch nach Auslaufen dieser Stufe weiterhin in Verkehr zu bringen. Bei Genehmigungsverfahren einer Betriebsanlage wird von den Sachverständigen aber die aktuell geltende Emissionsstufe als Stand der Technik gefordert, umso mehr, wenn es sich um eine IPPC-Anlage handelt und der Standort auch noch in einem Feinstaubsanierungsgebiet liegt. Die rechtlich ordnungsgemäße Inverkehrbringung durch den Hersteller bedeutet daher noch nicht automatisch, dass Sie für dieses Gerät eine Betriebsgenehmigung erhalten.

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne unter 0664 / 91 40 205 zur Verfügung.

Mr. Richard Abel


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