IUT - Innovative Umwelttechnik
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
Das europäische BREF-Merkblatt zur Abfallbehandlung legt den Stand der Technik für IPPC-Anlagen fest. Ein erster Entwurf der Neuregelung wurde vor kurzem veröffentlicht. Diese Vorgaben werden zukünftig einen verbindlichen Charakter auch für österreichische Anlagen haben. Aufgrund der großen Tragweite haben wir die vorliegende Aussendung ausschließlich diesem Thema gewidmet.
 
Der erste Beitrag stellt den Aufbau und Inhalt des BREF vor und den Ablauf zur Ausarbeitung einer koordinierten österreichischen Stellungnahme. In den weiteren Beiträgen werden die konkreten Anforderungen für alle IPPC-Anlagen und spezielle Vorgaben für Anlagen zur mechanischen Behandlung heizwertreicher Abfälle, für Kompostanlagen und MBA´s diskutiert.
 
Es wird viele betreffen, daher informieren Sie sich rechtzeitig um vorbereitet zu sein.
 

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Ing. Karl Harather

 
   
BREF Waste Treatment – Entwurf liegt vor
 
Größere Abfallbehandlungsanlagen, die dem Anhang 5 des AWG 2002 entsprechen, sogenannte IPPC-Behandlungsanlagen, müssen nach den besten verfügbaren Techniken errichtet und betrieben werden. Als Maßstab dafür dienen die europäischen BREF- Merkblätter (Best Available Technique Reference Documents). Für die mechanische, biologische und chemisch-physikalische Behandlung von Abfällen wird derzeit an einer Aktualisierung gearbeitet. Im Dezember 2015 wurde durch das Europäische IPPC Büro ein erster Entwurf des BREF Waste Treatment veröffentlicht.
 
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BAT´s für alle IPPC-Anlagen
 
Die BAT´s 1 – 24 sind für alle Abfallbehandlungsanlagen, für die das BREF-WT erstellt wurde, anzuwenden. Ein großer Teil der BAT´s ist sinnvoll und entspricht dem in Österreich vorherrschenden Standard. Es gibt aber auch Anforderungen, die nicht nachvollziehbar sind und die zu einem Mehraufwand in Österreich führen würden. Im Arbeitskreistreffen am 3. März wurde unter Federführung des Lebensministeriums und des Umweltbundesamtes zu den BAT´s eine gemeinsame Stellungnahme ausgearbeitet, die auf dem österreichischen Standard aufbaut und nicht nachvollziehbare Mehraufwendungen ablehnt.
 
 
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BAT´s für Anlagen zur mechanischen Behandlung heizwertreicher Abfälle
 
Es gibt nur ein BAT, das spezifisch für die Anlagen zur mechanischen Behandlung heizwertreicher Abfälle anzuwenden ist. BAT 25 verlangt von allen mechanischen Behandlungsanlagen, dass Staubemissionen durch den Einsatz eines Zyklons, Abluftwäschers oder eines Gewebefilters zu verringern sind. Da in nahezu allen mechanischen Anlagen Abluftströme gefasst und über einen Gewebefilter gereinigt werden, entspricht diese Anforderung dem österreichischen Standard.
 
 
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BAT´s für Kompostanlagen
 
Kompostanlagen fallen nur dann unter die IPPC – Regelungen, und damit unter die Anwendung des BREF-WT, wenn die tägliche Kapazität mehr als 75 t beträgt. Da es in Österreich nur wenige große Kompostanlagen gibt, sind auch nur einige Anlagen betroffen. Die relevanten BAT´s betreffen die Überwachung von Geruchsemissionen, Regelungen zur Abluftreinigung sowie die Forderung nach versiegelter Oberfläche für alle Abfalllager und –behandlungen.
 
 
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BAT´s für MBA´s
 
Nur BAT 36 und 37 sind spezifische Verpflichtungen für MBA´s. Die Regelungsdichte bei den MBA´s ist überschaubar. Es gibt keine Fixierung einer Mindestaufenthaltszeit in einem geschlossenen oder umhausten Bereich, wie dies gemäß österreichischer MBA-Richtlinie mit mindesten 4 Wochen und einem AT4 < 20 mg O2/g TS vorgesehen ist. Da in den ersten Wochen der Rotte aber Emissionen entstehen, die es zu vermeiden gilt, wird die österreichische Stellungnahme einen Vorschlag beinhalten, für die Intensivrotte ein geschlossenes System mit Abluftreinigung zu verwenden.
 
 
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