Pulperzöpfen geht’s an den Kragen

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Quelle: Hamburger Containerb. Dunaujvaros

Abfälle so aufzubereiten, dass ihr Energieinhalt in industriellen Prozessen genutzt werden kann, ist eine Kernkompetenz der IUT. Dieses know how ist auch bei der Papierfabrik der Fa. Hamburger Containerboard Dunaujvaros in Ungarn gefragt.

Die Fa. Hamburger Containerboard ist Teil der Prinzhorn Group und wahrscheinlich vielen Lesern als Pionier im Bereich des Altpapierrecyclings ein Begriff. Es ist auch weithin bekannt, dass der Recyclingprozess von Papier energieintensiv ist und oftmals industrielle Abfälle zur Energieerzeugung in Papierfabriken genutzt werden.

So ist das auch im Hamburger Werk Dunaujvaros in Ungarn. Dieses Werk verfügt bereits über ein Kraftwerk auf Basis einer zirkulierenden Wirbelschichtverbrennung, welches u.a. mit Reststoffen gefeuert wird. Des Weiteren verfügt das Werk bereits über eine Aufbereitungsanlage für Reststoffe mit einer Kapazität von 100.000 t/a.

Die Fa. Hamburger plant nun eine zweite Aufbereitungsanlage mit einer Brennstoffkapazität von zusätzlichen 100.000 t/a zu errichten. In dieser Anlage sollen u.a. Papier-Rejecte, heizwertreiche Fraktionen aus Haus- und Gewerbemüll, industrielle Abfälle und auch Pulperzöpfe verarbeitet werden.

Dazu wurde die IUT aufgrund ihrer Expertise im Bereich der Ersatzbrennstoffaufbereitung beigezogen und mit der Festlegung der Aufbereitungsschritte und -geräte und der Erstellung eines Layoutentwurfes beauftragt. Das Konzept beinhaltet mehrere Zerkleinerungs- und Siebstufen, die Abtrennung von Metallen und eine PVC-Ausschleusung. Herausfordernd ist die Aufbereitung der Pulperzöpfe, um die enthaltenen Wertstoffe abtrennen zu können. Die neue Anlage ist natürlich bestmöglich in das bestehende Logistik- und Lagerkonzept des Standorts einzubinden.

Derzeit ist das Vergabeverfahren für die Maschinentechnik im Gange, in dem wir den Auftraggeber bei den Einkaufsverhandlungen und technischen Abklärungen mit den Lieferanten unterstützen. Die Errichtung der Anlage ist für die Jahre 2021/22 geplant.

Ing. Jürgen Deditz


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