Recyclinganlage wieder in Vollbetrieb!

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Modernste Anlagentechnik zur Separierung von Wertstoffen, Flexibilität zur Erzeugung unterschiedlicher Ersatzbrennstoffqualitäten, einzelne Maschinen zu einem digital gesteuerten, intelligenten System vernetzt, alles das wurde bei der neuen Recyclinganlage der Fa. Mayer Recycling GmbH in St. Michael umgesetzt.

Quelle: Mayer Recycling GmbH

Im Juli 2018 wurde die alte Recyclinganlage durch ein Brandereignis zerstört. Die Maschinen- und Gebäudetechnik erlitt einen Totalschaden. Rasches und professionelles Handeln war gefragt um die Ausfallzeit und den wirtschaftlichen Schaden so gering als möglich zu halten. Wir haben die Fa. Mayer bei der Schadensabwicklung und der Entwicklung eines neuen Sortieranlagenkonzepts für Hausmüll und Gewerbeabfall bestmöglich unterstützt. Parallel wurde von uns ein Genehmigungsprojekt ausgearbeitet. 2019 wurden Leistungsverzeichnisse für die Maschinentechnik erstellt und die Vergaben an die einzelnen Lieferanten durchgeführt. Die IUT war auch mit der örtlichen Bauaufsicht bis zur Aufnahme des Vollbetriebs Ende 2019 beauftragt. Das Budget für die Anlagentechnik und der Zeitplan wurden eingehalten.

Die neue Recyclinganlage mit einer Kapazität von 25 t/h sucht ihresgleichen. Die moderne Anlagentechnik bietet die Möglichkeit Metalle und Kunststoffe für eine rohstoffliche Verwertung zu separieren. Um den Anforderungen des Marktes für Ersatzbrennstoffe gerecht zu werden weist die Anlage eine hohe Flexibilität auf. Die Korngrößengestaltung ist variierbar, Chlor kann ausgeschleust werden und die Heizwerte der finalen Ersatzbrennstoffe können eingestellt werden. Ergebnisse von Forschungsprojekten mit der Montanuniversität Leoben wurden in das Anlagenkonzept eingearbeitet und die einzelnen Maschinen wurden zu einem digital gesteuerten, intelligenten System vernetzt (Industrie 4.0).

Die neue Anlage wurde mit einer umfangreichen Brandschutztechnik, beginnend beim Schutz einzelner Maschinen bis hin zu einer vollautomatischen Löschung ganzer Brandabschnitte durch Sprühflutanlagen, ausgestattet. Speziell die innovative und schnelle online Überwachung/Kühlung der Materialströme durch das LINDNER FPS System an gefährlichen Punkten des Aufbereitungsprozesses, wie am Auslauf der Zerkleinerer, wurde mehrfach in der Anlage installiert. In nur wenigen Wochen Betrieb konnte dieses System durch zahlreiche automatische Eingriffe bereits schwerwiegende Folgen verhindern.

Die gesamten Investitionskosten von 13 Mio. €, davon 2,5 Mio. € allein für die Brandschutztechnik, wurden bestmöglich verbaut.

Marc Fischer


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