Profis wurden gebraucht

Ein Recyclinghof muss eingerichtet werden, die Zwischenlagerung von Abfällen ist an den Stand der Technik anzupassen, neue Maschinen sind vorzusehen. Diese Maßnahmen sind zu planen und in einem genehmigungsfähigen Einreichprojekt darzustellen. Die IUT hat diese Tätigkeiten für die Fa. Gassner in Uttendorf ausgeführt.

Die Fa. Gassner Mülltransport GmbH ist als Sammler und Behandler von Abfällen im wunderschönen Pinzgau tätig und trägt damit zur Erhaltung und Verbesserung der Umweltsituation in der Nationalparkregion Hohe Tauern bei. Viele Gemeinden und Gewerbebetriebe aus der Region zählen zu ihren Kunden. In Uttendorf wird eine Betriebsanlage unterhalten, an der Abfälle behandelt und zwischengelagert werden. Für die Gemeindebürger soll nun ein Recyclinghof eingerichtet werden und infolge dessen muss auch das Konzept für die innerbetrieblichen Transporte und die Zwischenlagerung der Abfälle adaptiert werden. Die IUT wurde beauftragt die entsprechenden Planungen durchzuführen und ein Einreichprojekt gemäß § 37 AWG 2002 zu erstellen.

Im Zuge des Planungsfortschritts wurde bald klar, dass nicht nur ein zeitgemäßes Lager- und Logistikkonzept auszuarbeiten war, sondern auch andere genehmigungsrechtlich relevante Maßnahmen zu planen und zu beschreiben waren. Der Austausch und die Neuinbetriebnahme von Maschinen und mobilen Geräten, die Erhöhung des Anlagendurchsatzes und die Erweiterung der Abfallarten, die zur Zwischenlagerung und Behandlung übernommen werden dürfen, wurden schlussendlich auch zum Antragsgegenstand.

Damit war eine Vielzahl an gesetzlichen, normativen und sonstigen Vorgaben zum Stand der Technik zu berücksichtigen. Für die Zwischenlagerung von Abfällen sind die Vorgaben der Abfallbehandlungspflichtenverordnung, der Verordnung brennbare Flüssigkeiten, der Flüssiggasverordnung, der ÖNORM M 7379 und von ÖWAV-Regelblättern zu beachten. Bei den dieselbetriebenen Maschinen ist die MOT-VO zu berücksichtigen, bei den Arbeitsstätten die Arbeitsstättenverordnung, eine Beurteilung der Ex-Zonen nach VEXAT ist vorzunehmen, beim Brandschutz sind die Vorgaben der OIB und der TRVB´s zu erfüllen. Maßnahmen zur Verringerung von Staub-, Geruchs- und Lärmemissionen sind vorzusehen, sodass die verbleibenden Immissionen genehmigungsfähig sind. Es ist eine Herausforderung alle diese Themen zu behandeln, um ein genehmigungsfähiges Projekt zu erstellen, gleichzeitig aber auch dem Unternehmen ausreichend Flexibilität in den betrieblichen Abläufen zu lassen. Für einen mittelständischen Abfallbetrieb, dessen Unternehmenszweck ja nicht die Planung derartiger Anlagen ist, ist es schwer bis unmöglich alle diese Vorgaben im Detail zu kennen. Hier braucht es Profis. Gemeinsam mit NHP Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH ist es uns gelungen diese Herausforderung zur Zufriedenheit der Fa. Gassner Mülltransport GmbH zu bewältigen. Das Projekt wurde in 3 Monaten erstellt und bei der Behörde eingereicht.

DI Karl Harather


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