Robotersortierung

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Quelle: ZENROBOTICS

Die IUT ist derzeit bei zwei bestehenden Sortieranlagen für Verpackungsabfälle damit beauftragt Optimierungsvorschläge zur Erhöhung der Verwertungsquoten auszuarbeiten. Konventionell wird händische Sortierung unterstützt von Nah-Infrarot-Sichtern eingesetzt. Roboter ergänzen mittlerweile die NIR-Technologie und sind zu einem wichtigen Bestandteil der automatischen Sortiertechnik geworden.

Aufgrund des Kreislaufwirtschaftspakets der EU müssen die Sammelsysteme von Verpackungsabfällen zukünftig die Verwertungsquoten erhöhen. Damit werden auch die Sortieranlagen gefordert höhere Verwertungsanteile zu erzielen.

Bestehende, vor allem kleinere, manuelle Sortieranlagen für Leichtverpackungen sind dabei oft bei einer Verwertungsquote von rund 40% am Limit. Analysen der nach der Sortierung verbleibenden Misch-Kunststoff-Fraktion zeigen ein Potenzial von weiteren rund 20%, das zukünftig möglichst ausgeschöpft werden muss. Einerseits durch Steigerung der Ausbringungsrate bei den sortierten Fraktionen und andererseits durch Gewinnung zusätzlicher Wertstofffraktionen.

Der Einsatz von mehr Sortierpersonal ist meist aufgrund des Platzangebotes nicht möglich oder auch nicht wirtschaftlich. Daher ist ein höherer Automatisierungsgrad gefragt. Roboter ergänzen mittlerweile die Palette der automatisierten Sortierung und sind vor allem bei geringeren Durchsätzen oft einfacher implementierbar als NIR-Sichter. Roboter können bis zu 4 Fraktionen aussortieren. NIR-Sichter hingegen sortieren bis zu 2 Fraktionen aus, kommen aber auch mit wesentlich höheren Durchsätzen zurecht. Zur Erreichung der hohen Qualitäts- und Quantitätsanforderungen ist ein ausgeklügeltes, mengenbasiertes Konzept zur Vor- und Nachsortierung erforderlich, das die Vorteile der verschiedenen Techniken kombiniert.

Die IUT analysiert die Bestandsanlagen vollumfänglich und erarbeitet Optimierungsvorschläge für Voraufbereitung, Folien- und Hohlkörpersortierung sowie Metallausschleusung zielgenau angepasst an die jeweilige Anlage. Steht das Konzept wird die Invest- und Betriebskostenkalkulation erstellt, auf deren Basis letztendlich die Entscheidung zur Realisierung gefällt wird.

Für detaillierte Auskünfte stehe ich Ihnen gerne unter 02627/82197-19 zur Verfügung.

Ing. Richard Abel


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