Metallabscheider rechnen sich – auch bei niedrigen Altmetallpreisen !

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Die Werthaltigkeit der Metalle in Siedlungsabfällen wird vielfach unterschätzt. Im steirischen Restmüll wurden 2013/14 bei den landesweiten Analysen 2,4% an Eisen und 2,2% an Nichteisen-Metallen gefunden. Trotzdem werden viele Aufbereitungsanlagen noch ohne ausreichende Metallabscheidung betrieben. Metallabscheider rechnen sich aber bald, auch noch bei den derzeit niedrigen Preisen für Sekundärrohstoffe.

Bei einer optimierten Anordnung eines Fe- und eines NE-Abscheiders sind Erfassungsraten von 70% für das Fe und 65% für das NE realistisch. Setzt man eine Zuzahlung von €/t 15,- für Fe und einen Erlös von €/t 180,- für NE an, sowie verringerte Entsorgungskosten für den metallentfrachteten Abfall von €/t 70,- ergibt sich pro Tonne Input ein Erlös von € 4,5. Bei einem jährlichen Durchsatz von 50.000 t kommt man auf einen Erlös von € 225.000,- pro Jahr. Bei dieser Größenordnung rechnet sich die Investition schon sehr bald. Erst kürzlich wurde von der IUT die Nachrüstung einer Metallabscheidung bei einer Abfallbehandlungsanlage geplant und umgesetzt, die Amortisationszeit beträgt 1,8 Jahre. Zusätzlich zum wirtschaftlichen Vorteil werden wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen und Ressourcen geschont.

Natürlich ist jede Situation individuell zu betrachten:

  • Wie hoch ist der Metallanteil im spezifischen Abfall ?
  • Werden Metalle bereits vorher irgendwo abgeschöpft ?
  • Wie aufwendig ist die Nachrüstung in einer bestehenden Anlage ?
  • Wie hoch ist der Durchsatz ?

Und der Einbau muss bestmöglich erfolgen:

  • Richtige Anordnung in der Verfahrenskette.
  • Entsprechende Voraufbereitung des Abfalls.
  • Optimierte Anordnung im Förderstrom.
  • Gerätetyp und Größe dem Durchsatz und dem Abfall angepasst.

Es lohnt sich aber jedenfalls Metallabscheider bei neuen Anlagen vorzusehen und deren Nachrüstung bei bestehenden Anlagen zumindest einer Prüfung zu unterziehen. Für nähere Auskünfte stehe ich Ihnen jederzeit gerne unter 02627/82197-13, m.pinkel@ig-iut.at, zur Verfügung.

Ing. Michael Pinkel


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