Kunststoff-Regranulat aus Siedlungsabfall

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Vom Kunststoffabfall zum Regranulat an einem Standort, dem „Circular Economy Village“ in Finnland. Ein Projekt, an dem wir schon seit 2010 arbeiten, steht mitten in der Umsetzung. Das Unternehmen EKOKEM errichtet in Riihimäki, nördlich von Helsinki, eine Abfallsortieranlage für Siedlungsabfälle, eine Sortieranlage für Leichtfraktion und Kunststoffabfälle, eine Produktionsanlage für Kunststoff-Regranulat und eine Biogasanlage. Die IUT ist mit Planungsleistungen beauftragt.

In der Abfallsortieranlage und der Sortieranlage für Kunststoffabfälle entstehen aus 100.000 t/a Siedlungsabfall sortenreine Kunststoffe zur Herstellung von Regranulat, Metalle zur stofflichen Verwertung, Ersatzbrennstoff und eine organikreiche Feinfraktion. Die Feinfraktion wird einer Biogasanlage zugeführt, nicht verwertbare Rest werden in einer bestehenden Rostfeuerung verbrannt.

Eine verfahrenstechnische Besonderheit stellt die Produktionsanlage für Kunststoff-Regranulat dar. Hier werden die Plastikabfälle aus der Abfallsortieranlage, getrennt gesammelte Kunststoffabfälle und Agrarfolien behandelt. Die in der Kunststoffsortieranlage abgetrennten LDPE-Folien, HDPE- und PP-Abfälle werden getrennt voneinander gewaschen, getrocknet und extrudiert, sodass hochwertiges Regranulat entsteht. Mit dem Regranulat wird in vielen Anwendungsfällen Primärgranulat ersetzt.

Wir haben für EKOKEM umfangreiche Vorplanungsarbeiten erbracht und eine Machbarkeitsstudie über die Kunststoffaufbereitung erstellt. Nachdem 2014 die Investitionsentscheidung getroffen wurde, hat die IUT die Leistungsverzeichnisse erstellt, den Angebotsvergleich durchgeführt und die Vergabegespräche unterstützt. Wir wurden auch als Projektmanager für die Realisierung der Sortieranlagen bis zur Fertigstellung beauftragt. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2016 vorgesehen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt oder zur Herstellung von Kunststoff-Regranulat haben, stehe ich Ihnen jederzeit gerne unter 02627/82197-16, j.deditz@ig-iut.at, zur Verfügung.

Ing. Jürgen Deditz


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